Maulwurfsgrille (Werla, Erdkrebs)

mole-cricket-1260757_1920Die Maulwurfsgrille ist eine bis zu 5cm große Heuschreckenart, die aussieht wie eine Mischung aus einem Maulwurf und einer Heuschrecke.  Das liegt an ihren großen Grabeschaufeln, ihrem heuschreckenartigem Körper und ihrem Zirpen, das dem der Heuschrecken sehr ähnlich ist.  Die Tierchen sind nachtaktiv und fressen gerne junge Keimlinge von Karotten, Kartoffeln und Kohlpflanzen, welche Ihnen bei ihren bis zu 3cm breiten Tunnelarbeiten in die Fänge, bzw. Schaufeln kommen. Die Gänge liegen meist nur knapp unter der Bodenoberfläche und können Ausmaße bis zu 30m Gesamtlänge annehmen. Bis zu 10cm abgestorbene Flecken im Rasen, lassen meist auf eine Bruthöhle der Grille schließen.

1. Graben

Hast du einmal einen Gang der Grille ausgemacht, gräbst du am Besten solange vorsichtig hinterher, bis du auf einen Gang stößt der steil nach unten geht. Dort befindet sich mit hoher Wahrscheinlichkeit das Nest mit bernsteinfarbenen, bis zu 3mm großen Eiern. Solche Nester befinden sich gerne auch in Komposthaufen, da die Grille dort viel pflanzliches Futter findet und den lockeren Boden und die Wärme liebt. Ein guter Tipp ist auch im Frühjahr ein paar Schaufeln Pferdeäpfel zu vergraben. Die Maulwurfsgrille siedelt sich gern in dem lockeren, warmen Mist an und du kannst sie dann dort leicht ausgraben. Du kannst auch versuchen die Tierchen mit Speiseöl und Seifenlauge aus ihren Gängen zu vertreiben und sie dann einzufangen.

2. Die Dachlattenmethode

Man nehme eine Dachlatte oder ein langes Brett und 2-3 große Gläser ,Dosen, oder Übertöpfe, möglichst mit einem glatten Rand. Diese gräbst du nun in einer Reihe entlang so ein, dass die Ränder bodeneben sind. Jetzt legst du die Dachlatte genau mittig darauf oder stellst ein Brett mit der langen Seite hochkant auf die Behälter. Die nachtaktiven Tierchen stoßen dann an und laufen entlang des Brettes, bis sie in die Behälter fallen. Die Grille solltest du dann gleich am Morgen einsammeln und erst in sehr großer Entfernung zu deinem Garten wieder freilassen.

3. Die natürlichen Feinde

Die umweltverträglichste Methode die Grille zu vertreiben ist ihre natürlichen Feinde zu fördern, wie z.B. Katzen, Amseln, Hühner, Igel, Maulwürfe und Spitzmäuse. Ein anderer natürlicher Feind der Maulwurfsgrille ist der Fadenwurm. Sogenannte parasitäre Nematoden (Steinernema carpocapsae) die im Fachhandel erhältlich sind, welche du einfach online bestellen kannst. Diese winzig kleinen Tierchen, die nur unter dem Mikroskop sichtbar sind, solltest du im Juni/Juli mit einer Gießkanne mit lauwarmem, abgestandenem Leitungswasser über die warmen Böden ( ca. 12° Bodentemperatur) gießen, wo sie sich dann in der warmen Umgebung ausbreiten. Die beste Tageszeit ist in der Morgen- oder Abenddämmerung, da die Würmer UV-Licht empfindlich sind. Den Boden solltest du die über die nächsten Tage feucht halten. Die Würmer dringen in den Körper der Maulwurfsgrille ein und töten die erwachsenen Insekten ab. Gegen die Larven sind sie leider nicht wirksam, weshalb du die Prozedur auch in den Folgejahren wiederholen solltest. Keine Angst, für Menschen und Haustiere stellen die Fadenwürmer keine Gefahr dar.

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