Waschbären

raccoon-1000383_1920Waschbären sind putzig anzuschauen, können aber auch viel Schaden anrichten. Da der Waschbär keine natürlichen Fressfeinde hat, konnte er sich über die Jahre ungehindert ausbreiten. Das hat zur Folge, dass seine Population extrem angestiegen ist. Um eine weitere Überpopulation zu verhindern, ist der Waschbär in den meisten Bundesländern zum Fangen und zum Abschuss freigeben. Aber bitte beachte, dass das unberechtigte Aufstellen von Fallen, auch Lebendfallen,mit hohen Geldstrafen und sogar Freiheitsstrafen geahndet wird und zwar unabhängig davon ob die Fallen auf privaten oder öffentlichen Grund aufgestellt werden.

Das Aufstellen der Fallen und das Jagen der Waschbären ist meist nur sachkundigen Leuten gestattet, die einen Jagdschein besitzen oder einen Fallenlehrgang absolviert haben. Du kannst das zuständige Forstamt oder Ordnungsamt kontaktieren um den für dich zuständigen Jäger zu finden. Sei dir aber bitte bewusst, dass dieser die gefangenen Tiere am Ende töten wird. Die gesetzliche Regelung zur Fangjagd ist von Bundesland zu Bundesland verschieden. Hier findest du die aktuellengesetzliche Regelung:

Gesetzliche Regelung zur Fangjagd – Deutscher Jagdverband DJV

Es gibt ein paar Tipps und Tricks die du anwenden kannst, damit die Tiere einen Bogen um dein Grundstück machen:

1. Alles Fressbare verschlossen halten!

Stelle nachts keinen Müll raus. Wenn doch, dann achte darauf, dass die Mülltonne gut verschlossen ist. Entweder kannst du sie mit einem Schloss oder starkem Gummiband verschließen, oder du legst was Schweres drauf. Mindestens 9kg, sonst bekommen die Waschbären das tatsächlich noch auf.

2. Schnellkomposter statt offene Komposthaufen

Komposthaufen sollten, wenn möglich nicht für die Bären zugänglich sein. Das heisst ein Schnellkomposter aus Plastik wäre am Besten. Wenn du doch einen offenen Komposter hast, dann vermeide es Fleisch, Fisch, Brot, Milchprodukte und Obst darauf zu werfen.

Garten- und Gemüsereste stellen kein Problem dar.

3. Obstbäume gegen Hochklettern schützen

Der Waschbär liebt Obst. Du solltest Fallobst nicht liegen lassen und die Stämme mit einem mindestens 1m hohen Blechring gegen hochkletternde Waschbären schützen.

4. Futterhäuschen und Fischteiche schützen

Stelle sicher, dass du keine Futterhäuschen im Garten hast die für den Bären erreichbar sind. Sie fressen gerne die Nüsse und Sonnenblumenkerne. Futterhäuschen für Vögel dürfen nicht in ihrer Reichweite sein. Stelle das Futterhäuschen auf eine Stange die nicht dicker als 1cm ist. Das ist zu schmal für ihre Pfoten.

Wenn du einen Teich mit Fischen im Garten hast, dann lege Keramikrohre oder Drahtkörbe in den Teich. Darin können sich die Fisch verstecken, wenn Gefahr droht. Waschbären lieben Fisch.  Du kannst auch ein Netz über den Teich spannen, aber es sollte wenn möglich das Gewicht des Bären aushalten können.

5. Hausmittel – Urin und Cayennepfeffer

Männerurin hat sich als gutes Abwehrmittel bewiesen. Warum auch immer, scheinbar erkennen die Bären, ob es sich um Frauen- oder Männerurin handelt und der Geruch vermittelt wohl etwas Abschreckendes.

Also zweites gutes Hausmittel hat sich Cayennepfeffer bewiesen. Dafür kochst du eine Tasse Cayennepfeffer und 3-5 zerhackte Habanero Schoten in 1l Wasser und läßt die Mischung abkühlen. Bitte verwende eine Schutzbrille und Atemmaske, wenn du mit der Mischung arbeitest. Chili kann die Atemwege und Schleimhäute reizen. Du füllst die Mischung in eine Sprühflasche und besprühst die Orte wo den Waschbären öfters vermutest. Das riechen sie gar nicht gern

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